CMAS ***

1. Kursziel

Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit den Grundsätzen für die Organisation und Führung von Tauchgängen unter erschwerten Bedingungen vertraut gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er Tauchgänge unter erschwerten Bedingungen und auch einfache Tauchgänge mit unerfahrenen Tauchern sicher planen und durchführen können.

2. Voraussetzungen

Mindestalter:

18 Jahre.

Ausbildungsstufe:

DTSA-**, ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend der VDST-Äquivalenzliste.

Anzahl der Pflichttauchgänge:

Um als Taucher der Leistungsstufe *** brevetiert werden zu können, muss der Bewerber ausreichende taucherische Erfahrung nachweisen können. Dazu muss der Bewerber bis nach der Brevetierung zum DTSA-*** 65 Tauchgänge nachweisen können, davon mindestens 10 auf 30 bis 40 Metern Tiefe.

Sonstiges:

Ärztliches Attest bzw. gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung. Zusätzlich sind die Spezialkurse „Tauchsicherheit und Rettung“ und „Nachttauchen“ notwendig. Die Spezialkurse „Trockentauchen“, „Strömungstauchen“, „Wracktauchen“, „Eistauchen“ und „Sporttauchen in Meeresgrotten“ werden empfohlen.

3. Inhalte der Ausbildung

Theorieunterricht:

Nach 6 Lerneinheiten müssen die vermittelten Lerninhalte mittels eines vom Ausbilder vorgelegten VDST DTSA-*** Fragebogens beantwortet und nachgewiesen werden. Dauer der schriftlichen Prüfung und die Bestimmungen über das Bestehen der theoretischen Prüfung sind auf dem Fragebogen angegeben.

Praktischer Teil 1: Übungen mit der ABC-Ausrüstung

  • 60 Sekunden Zeittauchen unter stetiger Ortsveränderung (von etwa 10 Metern).
  • 45 Meter Streckentauchen ohne Neopren oder 40 Meter Streckentauchen mit Neopren-Jacke und Hose.
  • 10 Meter Tieftauchen im Freiwasser.
  • 60 Minuten Schnorcheln unter Zurücklegung einer Strecke von wenigstens 1500 Metern, davon je 15 Minuten in Brust-, Seiten-, Rückenlage und mit einer Flosse.
  • 150 Meter Schnorcheln zu einem Gerätetaucher, der auf 7,5 Metern Tiefe liegt, Transportieren des Gerätetauchers an die Wasseroberfläche und 150 Meter an der Wasseroberfläche, je 50 Meter mit unterschiedlichen Transportgriffen.
  • Befestigen einer Leine mittels Palstek an einem Gegenstand, der auf 5 Metern Tiefe liegt.

Praktischer Teil 2: Übungen mit der DTG-Ausrüstung

  • Tauchgang: 20 bis 40 Meter Tiefe, mindestens 15 Minuten Dauer, mindestens 1 Taucher und Tauchlehrer. Dabei
    • Als Gruppenführer Durchsetzen eines Abstandes aller Mittaucher zum Grund von 1 bis 2 Meter bei mehrfach wechselnden Tiefen, so dass kein Sediment aufgewirbelt wird.
    • Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung aus 20 Meter Tiefe im freien Wasser bis auf 3 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stopp auf 9 Meter Tiefe, einem Stopp von 1 Minute auf 6 Meter und 3 Minuten auf 3 Meter Tiefe. Nachtarieren mit dem Mund ist zulässig.
  • Tauchgang: 20 bis 40 Meter Tiefe, mindestens 15 Minuten Dauer, mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer. Dabei
    • Als Gruppenführer abgeben des Hauptatemreglers am einen Mittaucher in 20 Meter Tiefe, der Gruppenführer wechselt auf den Zweitatemregler und anschließend gewschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen mit der gesamten Tauchgruppe im freien Wasser bis auf 6 Meter. Dort zurück wechseln der Atemregler. Danach hinauflassen einer Boje mittels Spools an die Wasseroberfläche. Fortsetzen des Aufstiegs bis an die Wasseroberfläche mit einem Stopp von 3 Minuten auf 3 Meter Tiefe.
    • Als Gruppenführer 20 Minuten Zeitschnorcheln mit vollständiger DTG-Ausrüstung in beliebiger Lage.
  • Tauchgang: 20 bis 40 Meter Tiefe, mindestens 15 Minuten Dauer, mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer. Dabei
    • Als Gruppenführer vor dem Tauchgang korrektes Ausrüsten und Funktionstest bei der gesamten Gruppe.
    • Als Gruppenführer Setzen einer Taucherboje zu Beginn des Tauchgangs in 20 Meter Tiefe und Einholen der Taucherboje zum Ende des Tauchgangs.
    • Als Gruppenführer Wiederfinden der Taucherboje zum Ende des Tauchgangs durch richtiges Orientieren beim Tauchen, oder Auftauchen an die Wasseroberfläche, Anpeilen und Antauchen im Flachwasser, wenn die Boje nicht wieder gefunden wurde.
  • Tauchgang: 6 bis 15 Meter Tiefe, mindestens 15 Minuten Dauer, mindestens 2 Taucher und Tauchlehrer. Dabei
    • Vorbereiten, Führen und Nachbereiten des gesamten Tauchgangs als Nachttauchgang (unter normalen Bedingungen).
  • Tauchgang: 20 bis 40 Meter Tiefe, mindestens 15 Minuten Dauer, mindestens 3 Taucher und Tauchlehrer. Dabei
    • Als Gruppenführer Transportieren eines „verunfallten“ Mittauchers unter Einbeziehung der gesamten Tauchgruppe aus 15 Meter Tiefe auf 5 Meter und dann langsam an die Wasseroberfläche, an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot (wenigstens 100 Meter) und anschließend an Land bzw. an Bord.
    • Demonstrieren und Erläutern der Einhelfer-Methode.
    • Demonstrieren und Erläutern der stabilen Seitenlage und der Schocklage.
    • Erstellen eines Notfallsplans für den Tauchplatz vor dem Tauchgang und Einweisung der Mittaucher.

4. Erfolgskontrolle

Der Ausbilder stellt durch Auswertung der schriftlichen Prüfung und Anleitung und Überwachung der Übungen im Rahmen der Praxisausbildung fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht hat. Der Ausbilder bespricht mit dem Bewerber regelmäßig während und abschließend zum Ende des Kurses den aktuellen Leistungsstand in Theorie und Praxis.

5. Nachweis

Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem DTSA-Kurs sind eine vorläufige Leistungsbestätigung, ein offizieller VDST-Einkleber für den Taucherpass und eine VDST-CMAS ID-Karte.

6. Sonderregelungen

Pro Tag dürfen nicht mehr als 2 Übungstauchgänge (Übungen mit Gerät) durchgeführt werden.

Bei Vorlage eines Apnoe-DTSA entfallen die äquivalenten Übungen ohne Gerät, wenn zwischen Beginn der Abnahmen zum Apnoe-DTSA und Abschluss des DTSA-*** nicht mehr als 3 Jahre liegen.

Stand: 01.01.2011