40 Years Passion for Diving

Nach langer Planung starteten wir endlich am 08.10. zu unserer diesjährigen Vereinsfahrt nach Marsa Alam. Ausgesucht hatten wir uns das Hotel Magic Tulip Resort. Nicht zuletzt, weil wir mit Irmi, Thea und Uwe Wiederholungstäter  in der Truppe hatten, die von einer ordentlichen Tauchbasis, einem prima Hotel und nicht zuletzt von einem großartigen Hausriff schwärmten.

Als wir frühmorgens in Düsseldorf, am Flughafen ankamen, regnete es in Strömen. Es konnte nur besser werden. Reisen durften wir mit Onur Air, die uns die besondere Edition eines Airbus A321 mit gefühlt 3-5 zusätzlichen Sitzreihen darbot. Lernen sie den vor ihnen sitzenden Rücken mit den Knien kennen… Und schon ging es mit nur zwei Stunden Verspätung los.

Aber was sind schon fünf Stunden beengter Flug, wenn man dann zusammen mit 14 netten Leuten in Marsa Alam bei klasse Wetter aussteigt, und auch der Transfer zum Hotel kurz ist.

Im Hotel einchecken, Zimmer inspizieren, wohlwollend die Poolbar registrieren und ab zum Abendessen. Später saßen wir dann noch lange bei lauschigen 28 Grad zusammen und freuten uns auf die Dinge, die da kommen sollten.

Am nächsten Morgen stand der Check-in ORCA-Basis auf dem Programm, während die Rhauderwiek´schen Kinder das Babybecken nebst Rutsche für sich entdeckten. Diese Rutsche sollte im Laufe der Woche noch mindestens tausend Mal bezwungen werden.

No diving without Check-Dive ! so standen die Taucher auf einem der längsten Stege im roten Meer und lauschten des Guides Ausführungen über Maske ausblasen und Atemregler wiedererlangen. Ja, alle mussten diese Übung absolvieren, auch unser hochdekorierter Vier-Stern Vieltaucher. Und, was soll ich sagen, hat er gut gemacht, ich habe es gesehen. Nachdem wir unseren ägyptischen Guide von unseren Tauchfähigkeiten überzeugt hatten, durften wir ins Hausriff starten.

Ein sehr schön bewachsenes Riff, sanft abfallend, mit allem was das rote Meer zu bieten hat. Aber auch die Schnorchler kamen auf ihre Kosten.

Abends stand als Belohnung ein exklusives Stranddiner unter Palmen bei Kerzenschein auf dem Programm.

Dieses Hausriff betauchten wir in den nächsten Tagen in alle Richtungen, vom early morning dive um sechs Uhr morgens bis zum Nachttauchgang. Hierbei kam es zu der seltenen Kombination eines Nachttauchganges des geschäftsführenden Vorstandes mit Nobby, Jens und mir.

Ein Highlight war sicher unsere Tagestour zum Dolphinhouse. Ein wunderbarer Canyon mit faszinierendem Lichteinfall, viele Clownfische, die tapfer ihre Anemone verteidigten und beim zweiten Tauchgang ein trächtiger Weißspitzen-Riffhai. die Idylle trübte eigentlich nur ein ständig piepsender Tauchcomputer der einfach vor allem warnte: zu warm, zu kalt, zu viel Welle, zu tief, zu flach, zu weiß der Teufel … Memo an Nobby: SK TC-richtig-einstellen anbieten.

Nach einer Woche trennte sich unsere fidele Truppe leider: während die Hälfte der Urlauber wieder abreiste, durften sich die verbliebenden Sieben weiterhin an der Unterwasserwelt und dem all-inclusive Angebot für weitere fünf Tage erfreuen.

Nachdem wir doch tatsächlich zwei bedeckte Tage am Stück erlebten, opferten wir Poseidon und sonstigen ägyptischen Wettergöttern eine GoPro und zack… die Sonne schien wieder.

Wer so fleißig taucht, durfte sich zwischendurch bei dem Hoteleigenen Wellness Programm in Form von Massagen erholen.

Das Nachtleben im neuen Hafen von Port Ghalib wurde von uns besucht, genauso wie die obligatorische Quadtour in die Wüste von zwei Unentwegten gebucht wurde. Petra legte einen lupenreinen Hattrick hin: erster Nachttauchgang, hundertster Tauchgang, Hai-Sichtung. Glückwunsch ! Dies wurde von der ORCA-Basis mit einem T-Shirt honoriert. Beim letzten Tauchgang morgens um sechs am Hausriff verabschiedeten uns eine Gruppe von Delphinen die vorbeizog.

Abends, nach dem Diner wurde bei geistigen Getränken schon lebhaft die nächste Vereinsfahrt diskutiert und geplant.

Eine großartige Fahrt mit einer klasse Truppe. Ich freue mich auf die nächste Vereinsfahrt ! Danke an Karsten und Martje für die Planung und danke an alle, die dabei waren.

Thomas Brelage